Regionalbauernverband Mittweida e.V.
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09.09.2014

Landratsamt mit Landwirten auf Tour

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Auf Einladung der drei mittelsächsischen Regionalbauernverbände trafen sich Anfang September Landrat Volker Uhlig, der 1. Beigeordnete Dr. Manfred Graetz und Volker Dietzmann, persönlicher Referent des Landrates, mit Vertretern der 3 Verbände zu einer gemeinsamen Flurfahrt in der Region Döbeln.

Bei einem stärkendem Frühstück in der Geschäftsstelle des RBV Döbeln-Oschatz, konnten schon erste Probleme angesprochen werden. In einigen Regionen gibt es beispielsweise nach wie vor noch Probleme bei der Beseitigung der Hochwasserschäden des Vorjahres. Ein leidiges Thema ist auch die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge. Weiterhin kritisierten die Landwirte, dass es oftmals nicht gelingt, den Verkauf von landwirtschaftlichen Nutzflächen an Nichtlandwirte zu verhindern. Die Regelungen des Grundstücksverkehrsgesetzes, die eigentlich den Landwirten nutzen sollen, lassen sich viel zu einfach aushebeln.

Aufgrund eines Unwetterereignisses am Wochenende und eines deshalb erforderlichen dringenden Vor-Ort-Termins, konnte Landrat Uhlig leider nicht am gesamten Tagesprogramm teilnehmen. Landrat Uhlig versprach sich der Probleme der Landwirte anzunehmen und gemeinsam mit ihnen nach praktikablen Lösungen zu suchen. Für den Rest des Tages standen der 1. Beigeordnete und der persönliche Referent den Landwirten als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Nach dem Frühstück fuhren die Teilnehmer der Runde gemeinsam mit dem Bus in die Gersdorfer Agrarprodukt & Handel e.G. Dort wurden sie vom Vorstandsvorsitzenden Thomas Thiele begrüßt. Die Genossenschaft befindet sich zurzeit mitten in der Hopfenernte. Wie viel Arbeit notwendig ist, um die wichtigste Zutat für das Bier, dem Lieblingsgetränk deutscher Männer, zu produzieren, davon konnten sich die Teilnehmer der Flurfahrt überzeugen. Von der Ernte auf dem Feld über das Pflücken und Trocknen der Dolden bis hin zur Verpackung, alle Schritte wurden vom Chef des Unternehmens fachkundig erläutert. Die Genossenschaft baut auf 30 Hektar Hopfen an, der über die Hopfenverwertungsgenossenschaft Elbe-Saale vermarktet wird. Das Anbaugebiet Elbe-Saale ist mit 1265 Hektar nach der Hallertau das zweitgrößte Hopfenanbaugebiet Deutschlands.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Kloster Buch ging die Fahrt weiter zum Bio-Landwirt Eckhard Voigt nach Doberquitz. Voigt hatte seinen Betrieb 2007 auf Bio-Landwirtschaft umgestellt. Mittlerweile bewirtschaftet er 300 Hektar nach den strengen Richtlinien des Bio-Anbauverbandes Gäa. In einer 6-gliedrigen Fruchtfolge werden im Betrieb Luzerne, Kartoffel, Weizen, Gemüseerbsen, Kümmel und Gerste angebaut. Da im Unternehmen keine Tiere gehalten werden, erfolgt die Versorgung der Böden überwiegend durch Gründüngung und Kompost. Aufgrund der Fruchtfolge ist kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erforderlich. Die Unkrautbekämpfung erfolgt mechanisch bzw. thermisch. Für die Bio-Produkte nehmen Verbraucher auch gern weitere Wege in Kauf. Voigts Kunden kommen selbst aus Chemnitz, Dresden oder Leipzig auf den Hof.

Den Abschluss des informativen Tages bildete ein gemeinsames Kaffeetrinken mit selbst gebackenem Kuchen beim Ortsvorsteher von Bockelwitz, Michael Heckel.

Das von Iris Claassen, Geschäftsführerin des RBV Döbeln-Oschatz, bestens organisierte abwechslungsreiche Programm lieferte einen Beweis dafür, dass es auch noch im Herbst viel Spannendes auf den Feldern zu sehen gibt. Schließlich ist für die Landwirte auch nach dem Abschluss der Weizenernte das Jahr noch lange nicht zu Ende.



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