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10.06.2023
Selbstversorgungsüberschrei-tungstag bei Schweinefleisch

Bis gestern haben wir in Sachsen unser selbst produziertes Schweinefleisch aufgebraucht. Statistisch gesehen kommt es ab dem heutigen Tag aus anderen Bundesländern oder gar aus dem Ausland.
In Sachsen und im Rest Deutschlands ist die Schweinehaltung weiterhin deutlich auf dem Rückzug. In Sachsen sind die Schweinebestände zwischen November 2021 und November 2022 um 17 Prozent zurückgegangen. Da die Statistik aber immer etwas hinterherhinkt, wird sich dieser Rückgang erst im nächsten Jahr beim Selbstversorgungsgrad vollständig auswirken. Den nächsten Selbstversorgungsüberschreitungstag werden wir daher deutlich früher erreichen, als in diesem Jahr!
Auch wenn der Erzeugerpreis in den vergangenen Monaten erfreulicherweise gestiegen ist, sind wir dennoch weit von der Kostendeckung entfernt. Die Auflagen für unsere Schweinehalter werden immer höher. Steigende Tierwohlforderungen erfordern u.a. teure Umbauten, dabei ist die Vergütung der Tierwohlleistungen bis heute nicht sicher. Der Handel kann das etwas teure Tierwohlfleisch kaum absetzen. Mangelnde Planungssicherheit und fehlende Perspektive werden zu einem weiteren Bestandsabbau und damit einem weiteren Absinken des Selbstversorgungsgrades führen.