27. November 2025
Verband zieht Bilanz
Vergangenen Donnerstag trafen sich die Mitglieder des Verbandes zu ihrer jährlichen Versammlung im Braugut Hartmannsdorf. Knapp 100 Mitglieder waren der Einladung des Vorstandes gefolgt.
Im Bericht des Vorstandes sprach der Vorsitzende Christian Richter zahlreiche Themen an, die uns Landwirte im zu Ende gehenden Jahr bewegt haben.
Nach Jahren der ideologiegetriebenen Politik setzen wir seit ein paar Monaten große Hoffnungen in die neue Bundesregierung. Wir hatten gehofft, dass dem Ende der Ampel nun ein Aufbruchsignal folgt. Aber auch in der neuen Koalition wird viel zu oft gestritten. Es gibt zwar ein paar gute Ansätze und erste kleine Erfolge, aber der große Wurf ist bisher noch nicht gelungen. Dabei brauchen wir doch dringend grundlegende Reformen, um wieder Zuversicht zu bekommen und Wachstumskräfte zu entfesseln.
Wenig Grund zur Freude bieten auch die Entwicklungen auf den Märkten. Trotz guter Erträge ist im Ackerbau kaum noch Geld zu verdienen. Seit Jahren sind die Getreidepreise rückläufig. Eine hohe europäische Ernte und gute Ernteprognosen auf der Südhalbkugel lassen die Preise weiter sinken.
Auch für die Milcherzeuger hat sich die Lage deutlich eingetrübt. Die großen Handelsketten liefern sich seit Wochen einen gnadenlosen Preiskampf auf dem Rücken der Bauern. Laufende Verträge wurden einseitig gekündigt und der Butterpreis innerhalb weniger Tage mehrfach drastisch gesenkt. Das gleiche Spiel läuft gerade bei den Trinkmilchverhandlungen. Auch hier sind massive Preissenkungen zu befürchten. Der Erzeugerpreis bewegt sich rasant auf ein kritisches Niveau zu.
Die Erlöse sind seit Monaten bei fast allen landwirtschaftlichen Produkten rückläufig. Die Betriebsmittelkosten hingegen verharren weiterhin auf einem hohen Niveau. Ab Januar steigt der Mindestlohn deutlich an und auch die Dünger- und Dieselpreise werden durch höhere CO2-Abgaben weiter steigen. Die Luft für uns Landwirte wird dadurch immer dünner.
In den vergangenen Monaten hatte sich der Eindruck verstärkt, dass unsere Probleme und Sorgen bei den meisten Abgeordneten noch nicht richtig angekommen sind. Dr Vorstand hatte deshalb zu seiner letzten Sitzung Ende Oktober die 6 Bundestags- und 24 Landtagsabgeordneten aus dem Verbandsgebiet eingeladen, um Sie für die aktuellen Probleme der Landwirtschaft zu sensibilisieren. Die Resonanz war mehr als bescheiden. Lediglich eine Bundestagsabgeordnete der CDU, zwei Landtagsabgeordnete der AfD und jeweils eine Landtagsabgeordnete der CDU und der Linken konnten wir zu unserer Sitzung begrüßen. 3 hatten sich angemeldet sind aber nicht erschienen, 5 haben wegen Terminüberschneidung abgesagt und 17 Abgeordnete hielten es nicht einmal für notwendig, sich zurückzumelden! Mit den anwesenden Abgeordneten konnten allerdings sachliche Gespräche geführt werden. Es wurden Themen wie Kappung und Degression, Mindestlohn, Bürokratieabbau, Risikoausgleichsrücklage, sinkende Erzeugerpreise und vieles mehr angesprochen. Wir konnten zwar Verständnis für unsere Probleme wecken, wie sich das allerdings im politischen Handeln der Abgeordneten zukünftig widerspiegeln wird, bleibt abzuwarten.
Nach dem Bericht des Vorsitzenden gab Torsten Krawczyk, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V. (SLB) und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes e.V. (DBV), einen umfassenden Einblick in die Arbeit der berufsständischen Interessenvertretung. Die Vielfalt der Themen, mit denen sich der Verband beschäftigt, überraschte doch den einen oder anderen Zuhörer. Die Verbandsarbeit ist nicht immer vergnügungssteuerpflichtig und erfordert viel Ausdauer. Erste Erfolge konnten bereits erzielt werden. Präsident Krawczyk konnte in seinem Vortag deutlich machen, dass sich die Arbeit des Verbandes für jedes einzelne Mitglied lohnt, auch finanziell.
Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung durch einen Vortrag des Geschäftsführers der Vogtlandmilch GmbH, Steffen Dünger, zur Entwicklung des Milchmarktes und zu den Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Die anwesenden Mitglieder waren entsetzt, zu hören, mit welchen fragwürdigen Methoden die großen Handelsketten gnadenlos ihre Marktmacht ausnutzen und den Molkereien die Pistole auf die Brust setzen.
Vergangenen Donnerstag trafen sich die Mitglieder des Verbandes zu ihrer jährlichen Versammlung im Braugut Hartmannsdorf. Knapp 100 Mitglieder waren der Einladung des Vorstandes gefolgt.
Im Bericht des Vorstandes sprach der Vorsitzende Christian Richter zahlreiche Themen an, die uns Landwirte im zu Ende gehenden Jahr bewegt haben.
Nach Jahren der ideologiegetriebenen Politik setzen wir seit ein paar Monaten große Hoffnungen in die neue Bundesregierung. Wir hatten gehofft, dass dem Ende der Ampel nun ein Aufbruchsignal folgt. Aber auch in der neuen Koalition wird viel zu oft gestritten. Es gibt zwar ein paar gute Ansätze und erste kleine Erfolge, aber der große Wurf ist bisher noch nicht gelungen. Dabei brauchen wir doch dringend grundlegende Reformen, um wieder Zuversicht zu bekommen und Wachstumskräfte zu entfesseln.
Wenig Grund zur Freude bieten auch die Entwicklungen auf den Märkten. Trotz guter Erträge ist im Ackerbau kaum noch Geld zu verdienen. Seit Jahren sind die Getreidepreise rückläufig. Eine hohe europäische Ernte und gute Ernteprognosen auf der Südhalbkugel lassen die Preise weiter sinken.
Auch für die Milcherzeuger hat sich die Lage deutlich eingetrübt. Die großen Handelsketten liefern sich seit Wochen einen gnadenlosen Preiskampf auf dem Rücken der Bauern. Laufende Verträge wurden einseitig gekündigt und der Butterpreis innerhalb weniger Tage mehrfach drastisch gesenkt. Das gleiche Spiel läuft gerade bei den Trinkmilchverhandlungen. Auch hier sind massive Preissenkungen zu befürchten. Der Erzeugerpreis bewegt sich rasant auf ein kritisches Niveau zu.
Die Erlöse sind seit Monaten bei fast allen landwirtschaftlichen Produkten rückläufig. Die Betriebsmittelkosten hingegen verharren weiterhin auf einem hohen Niveau. Ab Januar steigt der Mindestlohn deutlich an und auch die Dünger- und Dieselpreise werden durch höhere CO2-Abgaben weiter steigen. Die Luft für uns Landwirte wird dadurch immer dünner.
In den vergangenen Monaten hatte sich der Eindruck verstärkt, dass unsere Probleme und Sorgen bei den meisten Abgeordneten noch nicht richtig angekommen sind. Dr Vorstand hatte deshalb zu seiner letzten Sitzung Ende Oktober die 6 Bundestags- und 24 Landtagsabgeordneten aus dem Verbandsgebiet eingeladen, um Sie für die aktuellen Probleme der Landwirtschaft zu sensibilisieren. Die Resonanz war mehr als bescheiden. Lediglich eine Bundestagsabgeordnete der CDU, zwei Landtagsabgeordnete der AfD und jeweils eine Landtagsabgeordnete der CDU und der Linken konnten wir zu unserer Sitzung begrüßen. 3 hatten sich angemeldet sind aber nicht erschienen, 5 haben wegen Terminüberschneidung abgesagt und 17 Abgeordnete hielten es nicht einmal für notwendig, sich zurückzumelden! Mit den anwesenden Abgeordneten konnten allerdings sachliche Gespräche geführt werden. Es wurden Themen wie Kappung und Degression, Mindestlohn, Bürokratieabbau, Risikoausgleichsrücklage, sinkende Erzeugerpreise und vieles mehr angesprochen. Wir konnten zwar Verständnis für unsere Probleme wecken, wie sich das allerdings im politischen Handeln der Abgeordneten zukünftig widerspiegeln wird, bleibt abzuwarten.
Nach dem Bericht des Vorsitzenden gab Torsten Krawczyk, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V. (SLB) und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes e.V. (DBV), einen umfassenden Einblick in die Arbeit der berufsständischen Interessenvertretung. Die Vielfalt der Themen, mit denen sich der Verband beschäftigt, überraschte doch den einen oder anderen Zuhörer. Die Verbandsarbeit ist nicht immer vergnügungssteuerpflichtig und erfordert viel Ausdauer. Erste Erfolge konnten bereits erzielt werden. Präsident Krawczyk konnte in seinem Vortag deutlich machen, dass sich die Arbeit des Verbandes für jedes einzelne Mitglied lohnt, auch finanziell.
Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung durch einen Vortrag des Geschäftsführers der Vogtlandmilch GmbH, Steffen Dünger, zur Entwicklung des Milchmarktes und zu den Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Die anwesenden Mitglieder waren entsetzt, zu hören, mit welchen fragwürdigen Methoden die großen Handelsketten gnadenlos ihre Marktmacht ausnutzen und den Molkereien die Pistole auf die Brust setzen.
